Allogen vs. Autolog

Unter allen Augmentationsmöglichkeiten ist autologes Material der Goldstandard, da vitale Zellen und osteoinduktive Mediatorproteine positiv auf die biologische Aktivität des Materials wirken. Zudem besteht kein Risiko für Immunogenität oder Krankheitsübertragung, was die Grundlage zu einer optimalen Knochenheilung schafft. Die Verfügbarkeit ausreichender Mengen autologen Knochens aus verschiedenen Spenderregionen ist jedoch begrenzt. Größere Mengen kortikalen und spongiösen Knochens können aus dem Beckenkamm gewonnen werden. Hier kann es jedoch zu Nervenschädigungen oder zu einer Instabilität des Beckens kommen; zudem unterliegt das entnommene Gewebe hohen Resorptionsraten.

Die Entnahme autologen Knochens erfordert darüber hinaus eine zusätzliche Operationsstelle, die wiederum mit einem weiteren Knochendefekt, Schmerzen und potentieller Morbidität der Entnahmestelle einhergehen kann. Daher bietet die Applikation von prozessiertem allogenen Knochengewebe eine sehr gute Alternative zum autologem Transplantat. Prozessierter allogener Knochen und autologes Gewebe weisen keine Unterschiede in ihrer immunologischen Kompatibilität auf; zudem lassen sich keine zirkulierenden Antikörper im Blutplasma behandelter Patienten nachweisen. Weiterhin konnte radiographisch, histologisch und morphologisch gezeigt werden, dass sich im finalen Stadium der Inkorporation Autograft und Allograft nicht mehr unterscheiden. Um ein Höchstmaß an Sicherheit zu garantieren, verwendet Telos für sämtliche Allografts in seinem Produktportfolio ausschließlich Knochenmaterial von Lebendspendern.